Mascara Vergleich: Die besten Mascaras für voluminöse Wimpern
Welche Mascara sorgt wirklich für Volumen? Vergleich von Bürstenformen, Formeln und Tipps für klumpenfreie, volle Wimpern.
Mascara ist das eine Produkt, auf das die meisten Frauen zuletzt verzichten würden. Ein paar Striche und die Augen wirken wacher, größer, ausdrucksstärker. Aber die Auswahl ist erschlagend: Volumen, Länge, Schwung, wasserfest, natürlich, dramatisch -- jede Marke verspricht alles gleichzeitig. In Wahrheit hängt das Ergebnis weniger von der Marke ab als von der Bürstenform, der Formel und deiner Technik.
Was macht eine gute Volumen-Mascara aus?
Volumen entsteht durch zwei Faktoren: die Formel umhüllt jede einzelne Wimper mit einer dickeren Schicht, und die Bürste trennt die Wimpern dabei so, dass sie nicht verkleben.
Die Formel: Volumen-Mascaras sind in der Regel dickflüssiger als Längen-Mascaras. Sie enthalten mehr Wachse und Polymere, die sich wie ein Mantel um die Wimper legen. Inhaltsstoffe wie Karnaubawachs, Bienenwachs oder Reiswachs sind typisch. Manche Formeln arbeiten zusätzlich mit Mikrofasern, die sich an die Wimpern anheften und für noch mehr Fülle sorgen.
Die Bürste: Bei Volumen kommt es auf dichte Bürsten an. Klassische dicke Bürsten mit eng stehenden Borsten laden viel Produkt auf und verteilen es gleichmäßig. Konisch zulaufende Bürsten erreichen auch die feinen Wimpern am Innen- und Außenwinkel. Silikonbürsten trennen besser, laden aber weniger Produkt auf -- sie sind eher für definierte Länge als für Mega-Volumen geeignet.
Bürstenformen im Überblick
Die Bürste ist mindestens so wichtig wie die Formel. Hier die gängigsten Formen und was sie können:
Klassische dicke Bürste: Der Allrounder für Volumen. Die dicht stehenden Borsten nehmen viel Produkt auf und verteilen es großzügig. Nachteil: Bei zu vielen Schichten kann es klumpen.
Sanduhrform (tailliert): Schmaler in der Mitte, dicker an den Enden. Erreicht äußere Wimpern gut und ermöglicht kontrolliertes Auftragen. Ein guter Kompromiss zwischen Volumen und Definition.
Kugelförmige Bürste: Klein und rund. Perfekt für die unteren Wimpern und schwer erreichbare Ecken. Nicht ideal als einzige Mascara, aber super als Ergänzung.
Gebogene Bürste: Folgt der Wimperform und gibt gleichzeitig Schwung. Gut, wenn du Volumen und Curl in einem Schritt willst.
Flache Kammförmige Bürste: Trennt extrem gut und gibt präzise Kontrolle. Weniger Volumen, dafür null Klumpen. Ideal für den No-Make-up Look, wenn die Wimpern definiert, aber nicht überladen aussehen sollen.
Auftrage-Technik für maximales Volumen
Die beste Mascara bringt nichts mit der falschen Technik. So holst du das Maximum raus:
Schritt 1: Wimpern vorbereiten. Wenn deine Wimpern sehr gerade sind, hilft eine Wimpernzange* vor der Mascara.
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Auf Amazon ansehen→Schritt 2: Erste Schicht von der Wurzel. Setze die Bürste direkt am Wimpernansatz an und wackle sie in kleinen Zickzack-Bewegungen nach oben. Das verteilt das Produkt gleichmäßig und trennt die Wimpern von der Wurzel an.
Schritt 3: Zweite Schicht nach 30 Sekunden. Für mehr Volumen trage eine zweite Schicht auf, bevor die erste komplett getrocknet ist. Komplett trockene Mascara wird durch eine neue Schicht klumpig. Leicht angetrocknet ist der Sweet Spot.
Schritt 4: Untere Wimpern. Halte die Bürste vertikal und male mit der Spitze von der Wurzel nach unten. Weniger Produkt als oben -- die unteren Wimpern sollen definiert sein, nicht dramatisch.
Schritt 5: Klumpen entfernen. Falls doch was verklebt: Ein sauberer Wimpernkamm oder ein trockenes Bürstchen trennt die Wimpern nach dem Auftragen.
Wasserfest oder nicht?
Wasserfeste Mascara hat ihren Platz -- bei Regen, im Sommer, beim Sport oder wenn du zu tränenden Augen neigst. Aber sie hat auch Nachteile.
Vorteile: Hält buchstäblich allem stand. Kein Verschmieren, kein Panda-Effekt, kein Verlaufen bei Hitze.
Nachteile: Lässt sich nur mit ölbasiertem Augen-Make-up-Entferner oder Mizellenwasser mit Ölphase lösen. Das ständige Rubbeln beim Abschminken kann auf Dauer die empfindlichen Wimpern strapazieren. Einige Nutzerinnen berichten, dass tägliche wasserfeste Mascara die Wimpern trockener und brüchiger macht.
Tipp: Die Sandwich-Methode. Trage erst eine Schicht nicht-wasserfeste Mascara auf, dann eine Schicht wasserfeste obendrauf. Du bekommst die Haltbarkeit, aber das Entfernen geht einfacher.
Volumen-Mascara für volle Wimpern
Volumen-Mascaras im Vergleich: von natürlich bis dramatisch. Für klumpenfreie, volle Wimpern den ganzen Tag.
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Es gibt nicht die eine beste Mascara -- es gibt die beste für dein Ziel.
Für dramatisches Volumen: Suche nach dickflüssigen Formeln mit einer großen, dichten Bürste. Begriffe wie "Volume", "Bold" oder "Mega" auf der Verpackung sind hier zutreffend. Diese Mascaras laden viel Produkt auf und erzeugen den wow-Effekt.
Für natürliche Definition: Leichte Formeln mit einer Silikonbürste oder einer feinen Kammbürste. "Defining", "Natural" oder "Everyday" sind die Schlagwörter. Ideal als Alltagsmascara oder für den No-Make-up Look.
Für Schwung und Curl: Gebogene Bürsten und Formeln, die beim Trocknen leicht steif werden, halten den Schwung. Manche enthalten Fasern oder Polymere, die die Wimper in Form bieten.
Für Länge: Fasermascaras, die winzige Fasern an die Wimpernspitzen anheften. Das Ergebnis ist beeindruckend, aber das Entfernen kann mühsam sein. Immer mit einem guten Augen-Make-up-Entferner arbeiten.
Für empfindliche Augen: Hypoallergene Formeln ohne Duftstoffe, Fasern und bestimmte Konservierungsmittel. Oft als "sensitive" oder "ophthalmologisch getestet" gekennzeichnet.
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Genauso wichtig wie das Auftragen ist das Entfernen. Mascareste, die über Nacht auf den Wimpern bleiben, können zu Bruch, Austrocknung und Augenreizungen führen.
Nicht-wasserfeste Mascara: Mizellenwasser auf einem Wattepad reicht meist. Pad sanft auf das geschlossene Auge pressen, kurz einwirken lassen, dann sanft abwischen. Nicht reiben.
Wasserfeste Mascara: Braucht einen ölbasierten Entferner* oder ein Bi-Phasen-Produkt (Öl-Wasser-Mischung). Eine gründliche Reinigung am Abend ist hier besonders wichtig. Schütteln, auf ein Pad geben, auf das Auge legen, 15 Sekunden einwirken lassen. Dann sanft nach unten wischen. Das Öl löst die wasserfesten Polymere auf, ohne dass du rubbeln musst.
Allgemeine Regel: Nie an den Wimpern ziehen oder reiben. Die Wimpern brechen sonst ab und du erreichst das Gegenteil von dem, was du mit der Mascara wolltest.
Häufige Mascara-Fehler
Zu viele Schichten. Zwei Schichten sind das Maximum für die meisten Mascaras. Danach wird es klumpig und die Wimpern sehen aus wie Spinnenbeine. Wenn zwei Schichten nicht reichen, liegt es an der Mascara, nicht an der Menge.
Bürste pumpen. Viele pumpen die Bürste in der Tube auf und ab, um mehr Produkt aufzuladen. Dabei drückst du Luft in die Tube, was die Mascara schneller austrocknen lässt. Besser: Die Bürste beim Herausziehen leicht drehen.
Mascara zu lange behalten. Mascara hat die kürzeste Haltbarkeit aller Kosmetikprodukte (mehr zur Haltbarkeit). Nach drei bis maximal sechs Monaten sollte sie ersetzt werden -- auch wenn noch Produkt drin ist. Augenkosmetik ist anfällig für Bakterien, und eine Augeninfektion ist das Risiko nicht wert.
Untere Wimpern überladen. Weniger ist mehr. Zu viel Mascara an den unteren Wimpern lässt die Augen kleiner und müder wirken statt größer.
Für empfindliche Augen
Wenn deine Augen bei Mascara brennen, jucken oder tränen, bist du nicht allein. Einige Inhaltsstoffe sind häufige Auslöser: Duftstoffe, bestimmte Konservierungsmittel und Fasern. Für empfindliche Haut und Augen gibt es spezielle Mascaras, die auf diese Inhaltsstoffe verzichten.
Augenärzte empfehlen außerdem, Mascara nie auf der Wasserlinie (innerer Wimpernrand) aufzutragen. Die feinen Drüsen dort können verstopfen und zu Entzündungen führen.
Fazit: Volumen ist Technik plus Produkt
Die perfekte Volumen-Mascara gibt es nicht -- es gibt die perfekte Mascara für dich. Eine dichte Bürste mit einer wachshaltigen Formel ist ein guter Startpunkt. Die Technik macht den Rest: von der Wurzel auftragen, wackeln, maximal zwei Schichten. Wenn du gleichzeitig an deiner gesamten Augenpartie arbeiten willst, trage die Mascara als letzten Schritt auf, damit nichts verschmiert. Und denk daran: Nach drei Monaten gehört sie in den Müll, nicht in die Schublade.